Sektion der Bundesrepublik Deutschland

Die Rechte von Frauen und Mädchen stärken!

Themenberichte

Frauenmorde in Mexiko, Genitalverstümmelungen in Afrika, Vergewaltigungen im eigenen Wohnzimmer - auf der ganzen Welt werden Frauen Opfer männlicher Gewalt. Diese Gewalt spielt sich oft im Verborgenen ab, vielfach gehen die Täter straffrei aus. Menschenrechtsverletzungen an Frauen basieren auf einem Machtungleichgewicht zwischen den Geschlechtern, auf einer Tradition, die Frauen nicht die gleichen Rechte zugesteht wie Männern und sie als deren Besitz betrachtet.

Die meisten Staaten haben internationale Abkommen zum Schutz von Frauen unterzeichnet, beispielsweise die 1979 verabschiedete UN-Antidiskriminierungskonvention. Solche Vereinbarungen werden jedoch oft nicht umgesetzt. Zudem fehlt vielen Frauen die Möglichkeit, sich zu bilden. Deshalb kennen sie ihre Rechte nicht.

Seit 2004 läuft die Amnesty-Kampagne "Hinsehen & Handeln - Gewalt gegen Frauen verhindern". Über 20 Projekte wurden bisher bearbeitet. Zu jedem gibt es ausführliche Berichte mit Forderungen an die jeweiligen Regierungen. Amnesty-Mitglieder und -Gruppen verleihen diesen durch Briefaktionen und Unterschriftenlisten Nachdruck. Die Projekte spiegeln die Bandbreite der Arten von Gewalt an Frauen und deren weltweite Verbreitung wider:

  • Häusliche Gewalt wird in vielen Ländern als Privatsache betrachtet. Befragungen aus den 1990er-Jahren ergaben, dass je nach Land 20 bis 80 Prozent der Frauen solche Gewalt erlebt haben.
  • In bewaffneten Konflikten ist sexuelle Gewalt gegen Frauen eine bewusst eingesetzte Waffe, um Terror zu verbreiten und die Gesellschaft zu destabilisieren. Auch in "Friedenszeiten" sind Vergewaltigungen durch Sicherheitskräfte vielerorts an der Tagesordnung.
  • 2,4 Millionen Menschen werden jährlich "verkauft" und bringen geschätzte Profite von 32 Milliarden US-Dollar. Ein Großteil entfällt auf den Handel mit Frauen, um diese sexuell auszubeuten.
  • Schätzungsweise 130 Millionen Frauen und Mädchen werden Opfer der Genitalverstümmelung. Vor allem in afrikanischen Ländern ist diese Praxis bis heute alltäglich.
  • In vielen Teilen der Welt werden an Frauen Verbrechen im Namen der "Ehre" verübt. Man beschuldigt sie, durch nicht normgerechtes Verhalten Schande über die Familie gebracht zu haben. Um die Familienehre zu retten, töten oder verstümmeln Angehörige die betroffene Frau.

Frauenrechtskonvention


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27.01.2012Urgent Action: Frauen ohne Anklage in HaftUA-027/2012
26.01.2012Ägypten: Frauen an die Macht!
26.01.2012Urgent Action: Menschenrechtlerin in GefahrUA-026/2012
26.01.2012Urgent Action: Journalistin bedrohtUA-028/2012
26.01.2012Viele ägyptische Parteien befürworten Todesstrafe und Diskriminierung von Frauen
24.01.2012Urgent Action: KubanerInnen freigelassen!UA-355/2011-3
23.01.2012Urgent Action: Wieder Angehörige bedrohtUA-351/2011-1
20.01.2012Urgent Action: Angehörige bedrohtUA-019/2012
16.01.2012Der afghanische Patient
11.01.2012Urgent Action: Nach Zwangsräumung inhaftiertUA-007/2012