Sektion der Bundesrepublik Deutschland

Marokko

Die Rechte auf freie Meinungsäußerung, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit blieben auch 2010 vor allem im Hinblick auf politisch brisante Themen wie den Status der Westsahara stark eingeschränkt. Menschenrechtsverteidiger, Journalisten und Mitglieder der nicht zugelassenen politischen Organisation Al-Adl wal-Ihsan sowie sahrauische Aktivisten wurden schikaniert und aus politischen Beweggründen strafrechtlich verfolgt. Zahlreiche Personen befanden sich wegen angeblicher Vergehen gegen die Sicherheit im Gefängnis. Einige Häftlinge saßen ohne Kontakt zur Außenwelt ein und wurden Berichten zufolge gefoltert oder anderweitig misshandelt. Sicherheitskräfte vertrieben gewaltsam Tausende von Sahrauis aus einem Lager, nachdem sie dort für eine Verbesserung ihrer Situation demonstriert hatten. Bei den Zusammenstößen kam es zu Toten und Verletzten. Ausländische Staatsangehörige wurden verhaftet und im Schnellverfahren des Landes verwiesen. Im Jahr 2010 ergingen Todesurteile, es gab jedoch keine Hinrichtungen. Die für schwere Menschenrechtsverletzungen Verantwortlichen blieben weiterhin straffrei. Die vor langer Zeit angekündigten Reformen des Justizwesens und der Verfassung des Landes kamen nur schleppend voran. (Stand: 31.12.2010)


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31.05.2011Urgent Action: Gewalt gegen DemonstrierendeUA-152/2011-1
23.05.2011Urgent Action: Proteste gewaltsam aufgelöstUA-152/2011
10.05.2011Amnesty Report 2011 Marokko und Westsahara
10.05.2011Amnesty Report 2011 Marokko und Westsahara
21.07.2010Urgent Action: FoltervorwürfeUA-164/2010
01.06.2010Nur die halbe Wahrheit
28.05.2010Urgent Action: Gefangener in EinzelhaftUA-072/2010-1
27.05.2010Amnesty Report 2010 Marokko und Westsahara
29.04.2010Urgent Action: Drohende FolterUA-099/2010
16.04.2010Urgent Action: Gefangene im HungerstreikUA-082/2010