Sie gelten als Bürger zweiter Klasse und haben längst nicht die gleichen Rechte wie Männer. Doch immer mehr Frauen in islamisch geprägten Ländern wollen sich nicht mehr damit abfinden. Sie ergreifen die Initiative und kämpfen für gleiche Rechte - im Iran, Irak und in Indonesien ebenso wie in Saudi-Arabien, Pakistan oder Nigeria.
Lesen Sie außerdem in der neuen Ausgabe:
Kuba: 50 Jahre nach der Revolution hat auf der Insel der Wandel längst begonnen. Eine Reportage über eine neue Generation, die für Veränderung sorgt.
Guantánamo: Das Gefangenenlager auf Kuba soll geschlossen werden. Die europäischen Staaten können bei einem schnellen Übergang helfen.
Simbabwe: Das Land befindet sich in einer katastrophalen Lage. Die Wirtschaft ist ruiniert, das Gesundheitssystem zerstört. Ein Bericht über die Situation sowie ein Interview mit der Menschenrechtsorganisation WOZA.
Menschenrechte und Kino: Wie passt das zusammen? Ein Interview mit dem Produzenten von "Paradise Now" und "Waltz with Bashir".
In Saudi-Arabien leben Frauen unter diskriminierenden Gesetzen: Sie dürfen weder allein verreisen, noch Auto fahren, und vor Gericht zählt ihre Aussage nur halb so viel wie die eines Mannes. Doch eine neue Generation lässt sich nicht mehr alles gefallen und erkämpft sich nach und nach kleine Freiheiten.
Frauenbewegungen in islamischen Ländern engagieren sich für gleiche Rechte und gegen strukturelle Gewalt im privaten und öffentlichen Raum. Damit sind sie von den Zielen westlicher Frauenbewegungen gar nicht weit entfernt.
Die jordanische Journalistin Rana Husseini berichtet konsequent über "Ehrenmorde" und familiäre Gewalt. Sie hat erreicht, dass die tabuisierten Themen nun kontrovers diskutiert werden und König Abdullah II. sich öffentlich hinter ihre Forderungen gestellt hat.
Im Nordirak gibt es zahlreiche Fälle von familiärer Gewalt. Eine starke Frauenbewegung setzt sich für ein Ende der Diskriminierung ein - und kann bereits Erfolge verzeichnen. Ein Gespräch mit Carsten Jürgensen, Irak-Experte von Amnesty International in London.
In Indonesien gewinnen fundamentalistische Kräfte immer mehr an Einfluss uns setzen eine strengere Auslegung des Koran durch. Eine Vielzahl von Menschenrechtsgruppen setzt sich dagegen zur Wehr.
Mukhtaran Mai war 30 Jahre alt, als sie im Juni 2002 in Pakistan vom Ältestenrat ihres Dorfes dazu verurteilt wurde, von vier Männern vergewaltigt zu werden. Anstatt sich umzubringen oder sich still in die soziale Ächtung zu fügen, wie es in solchen Fällen von den Frauen erwartet wird, wehrte sie sich - öffentlich und rechtlich.
Im Iran sind vor dem Gesetz nicht alle gleich: In vielen Bereichen werden Frauen diskriminiert und als Menschen zweiter Klasse behandelt. Mit der Kampagne
"Eine Million Unterschriften" kämpfen religiöse wie weltliche Aktivistinnen seit
zwei Jahren für rechtliche und kulturelle Veränderungen.
In den vergangenen Jahren ist das Engagement von Frauen in der arabischen Welt gewachsen. Zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Menschenrechtsaktivistinnen ergreifen die Initiative und kämpfen unbeirrt für mehr Gleichberechtigung und mehr Teilhabe an Politik und Gesellschaft.
Im Norden Nigerias werden immer wieder Frauen zum Tod durch Steinigung verurteilt. Dem Einsatz von Menschenrechtsverteidigern wie Hauwa Ibrahim ist es zu verdanken, dass bisher keines dieser Urteile vollstreckt wurde.
Ein Gespräch mit Magodonga Mahlangu von der Menschenrechtsorganisation WOZA über die Perspektiven nach dem gescheiterten Abkommen zwischen Regierung und Opposition in Simbabwe.
Simbabwe befindet sich in einer katastrophalen Lage: Die Wirtschaft ist ruiniert, das Gesundheitssystem ist zusammengebrochen, Zehntausende sind an Cholera erkrankt. Währenddessen lässt Präsident Mugabe Oppositionelle verfolgen und plant, das Land bald wieder allein zu regieren
Sie muss bereits als Kind arbeiten und sitzt dennoch mit ihrer Familie in São Paulo auf der Straße. Dann schließt sich Ivaneti de Araújo der Obdachlosenbewegung an
und besetzt gemeinsam mit mehreren hundert Familien ein leerstehendes Bürogebäude.
In Deutschland ist alles in bester Ordnung, wenn es um die Menschenrechte geht. Davon versucht die Bundesregierung zumindest den UNO-Menschenrechtsrat in Genf derzeit zu überzeugen. Doch nicht alle sind dieser Meinung.
in Gespräch mit der Juristin und Menschenrechtsverteidigerin Nimalka Fernando über den Bürgerkrieg und die Situation der Frauen in Sri Lanka.
50 Jahre nach der Revolution hat in Kuba der Wandel längst begonnen. Dafür steht weniger Staatsoberhaupt Raúl Castro, der den großen Ankündigungen bisher kaum Taten folgen ließ, sondern eine neue Generation, die für Veränderung sorgt.
In Kürze beginnt das Völkermord-Tribunal in Kambodscha, um die Verbrechen der Roten Khmer aufzuklären. Dabei dürfen zum ersten Mal in einem solchen Verfahren Opfer als Nebenkläger auftreten.
Sie war die erste schwarze Anwältin Malawis und Frau eines Unabhängigkeitskämpfers, der auf ungeklärte Weise in einem Gefängnis starb, in dem auch sie zwölf Jahre lang eingesperrt war. Heute kämpft die Menschenrechtsaktivistin Vera Chirwa für die Rechte von minderjährigen Häftlingen.
Das US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba soll geschlossen werden. Europäische Staaten können bei einer schnellen Lösung helfen.
Das "Freie Theater Weißrussland" beweist zweierlei: Im Reich Alexander Lukaschenkos, des letzten Diktators Europas, rührt sich künstlerischer Widerstand. Doch ist er nur im Untergrund möglich.
Menschenrechte im Kino sind eine heikle Angelegenheit: Gerade die letzte Berlinale hat gezeigt, dass solche Filme zu oft moralisierend und dogmatisch geraten. Dass es jedoch auch anders geht, beweisen zwei preisgekrönte Filme aus den vergangenen Jahren: "Paradise Now" und "Waltz with Bashir". Ein Gespräch mit dem Produzenten Gerhard Meixner.
Auf ihren "Romareisen" tauchten der Fotograf Joakim Eskildsen und die Schriftstellerin Cia Rinne in das Leben der größten ethnischen Minderheit Europas ein. Entstanden ist eine fotografische Liebeserklärung.
Abune Antonios, Oberhaupt der eritreisch-orthodoxen Kirche wurde von der Regierung seines Amtes enthoben und unter Hausarrest gestellt, weil er gegen die Verhaftung von drei Priestern protestiert hat und sich gegen die Einmischung der Regierung in kirchliche Angelegenheiten wendet.
Dr. Ayman Batarfi, ein heute 38 Jahre alter Unfallchirurg, wird seit knapp sieben Jahren in Guantánamo festgehalten - ohne Anklage oder Gerichtsverfahren.
Soldaten überfielen im September 2007 das Haus der Frauenrechtlerin Justine Masika Bihamba und vergingen sich an ihren Kindern. Die Täter blieben bis heute straffrei.