Ukraine: In Gefahr, weil sie sich für Frauen und LGBTI einsetzen

Im Hintergrund der Collage sind in schwarz auf weißen Hintergrund mehrere Piktogramme von Briefmarken angedeutet. In der Mitte ragt von oben nach unten ein Dreieck in Pink-Lila. Unten rechts ist im Hintergrund noch eine Regenbogen-Flagge angedeutet. Rechts ist der dreieckige Ausschnitt eines Landschaftsfotos. Über dem Hintergrund ist mittig das Porträt von zwei Personen. Sie schauen Richtung Betrachter_in. Rechts oben ist eine gelbe Briefmarke mit Amnesty-Logo. Links steht „Angriffe gegen LGBTI+ aufklären!“

Schreibe dem ukrainischen Innenminister: Fordere ihn auf, sicherzustellen, dass die Angriffe auf Sphere und die Hassverbrechen untersucht werden. Die dafür Verantwortlichen müssen in fairen Verfahren vor Gericht gestellt werden.

Hintergrundinformationen

Die Organisation Sphere setzt sich für die Rechte von Frauen sowie von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LGBTI) ein. Wegen dieser Arbeit ist die Organisation Opfer von fast 30 Angriffen geworden. Die Polizei ermittelt jedoch nur in drei Fällen – bisher ohne Ergebnis.

Was die Rechte von LGBTI angeht, zählt die Ukraine zwar zu den fortschrittlichsten Nachfolgestaaten der Sowjetunion, doch gibt es im ganzen Land immer mehr Gruppen, die LGBTI angreifen. Mitglieder dieser Gruppen lauerten Unterstützer_innen von Sphere Dutzende Male auf und beschimpften sie mit homofeindlichen Parolen. Sie pinkelten gegen die Wand des Sphere-Büros, beschmierten Türgriffe mit Fäkalien und warfen Fensterscheiben ein. Obwohl Anna und Vera von Sphere die Angriffe bei der Polizei anzeigten, ist bislang niemand dafür zur Verantwortung gezogen worden.

2019 organisierte Sphere die erste Pride Parade (Christopher Street Day) in der Stadt Charkiw – eine sehr erfolgreiche Veranstaltung mit etwa 3.000 Teilnehmer_innen. Doch anstatt die Demonstrierenden vor Angriffen zu schützen, beteiligte sich die Polizei daran, homofeindliche Parolen zu skandieren.

Laut Anna und Vera leben die Unterstützer_innen von Sphere in permanenter Angst, weil die Polizei nichts gegen die ständigen Angriffe unternimmt. "Ich möchte, dass diejenigen, die uns angreifen, zur Rechenschaft gezogen werden, wie es das Gesetz vorschreibt", sagt Anna.

Wende dich auch direkt an Sphere!

Nimm ein Foto auf, das Dich zeigt, wie Du vor einer Sehenswürdigkeit Deiner Stadt ein Schild hältst, das Deine Solidarität mit Sphere zum Ausdruck bringt. Schicke das Foto an:

Sphere, PO Box 10399, Kharkiv, 61005 Ukraine. Verbreite Dein Foto auch in den sozialen Medien und erwähne dabei @spherewa auf Facebook und @KharkivPride auf Twitter und Instagram. Du kannst auch Deinen Namen und Deinen Wohnort auf eine Regenbogenflagge schreiben und sie per Post an Sphere schicken. Sie können damit dann ihre Räume schmücken.

Lovestorm für die NGO Sphere am 20. Dezember

Zeig der NGO Sphere in der Ukraine deine Solidarität und beteilige dich am Lovestorm: Poste ein Foto oder Video von dir und deinen Freund_innen mit deinem/eurem schönsten Pride-Outfits und/oder der Regenbogenflagge mit eurer Soli-Botschaft direkt an Sphere. Die Aktion soll vor allem auf Instagram stattfinden. Markiert uns (@amnestydeutschland) und SPHERE (@KharkivPride). Natürlich kannst du auch twittern oder bei Facebook posten.

Alternativ hast du z.B. die Möglichkeit, über Twitter direkt Druck auf den ukrainischen Innenminister (@MVS_UA) auszuüben. Fordert: "Schutz für Sphere!"

So könnte dein Tweet aussehen:

Keinen Platz für Hassverbrechen gegen #LGBTI in der #Ukraine! @MVS_UA wir fordern Sie dazu auf, sicherzustellen, dass die Verantwortlichen für die Angriffe gegen Sphere zur Rechenschaft gezogen werden. #hatecrime #IStandWithSphere @KharkivPride

(Link einfügen)