Sektion der Bundesrepublik Deutschland

Galgen, Rad und Scheiterhaufen – Einblicke in Orte des Grauens

20.02.2010 - 27.06.2010
10:00 - 19:00
Neanderthalmuseum, Talstr. 300, 40822 Mettmann
Galgen, Rad und Scheiterhaufen – Einblicke in Orte des Grauens

"Galgen, Rad und Scheiterhaufen - Einblicke in Orte des Grauens", gibt das Neanderthalmuseum in Methmal ab dem 20. Februar. In der Ausstellung wird die frühneuzeitliche Justiz mit ihren Prozessen, Richtstätten und Verurteilten porträtiert.

Zum Begleitprogramm gehören auch vier museumspädagogische Veranstaltungen "Für eine Welt ohne Todesstrafe". Sie richten sich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 und 9 und werden von Mitgliedern der Amnesty-Koordinationsgruppe gegen die Todesstrafe durchgeführt. Inhaltlich soll dabei der Bogen von der frühneuzeitlichen Justiz bis zur heutigen weltweiten Situation zur Todesstrafe gespannt werden, wobei der Schwerpunkt auf "Abschaffen!" liegt.

"Todesstrafe heute", so lautet das Thema eines öffentlichen Vortrags mit anschließender Diskussion im großen Veranstaltungsraum des Museums. Außerdem werden drei Workshops in Form einer Projektarbeit zur Auseinandersetzung mit dem Thema Todesstrafe für Schulklassen angeboten. Schülerinnen und Schüler sind nach der Führung durch die Ausstellung aufgefordert, sich dem Thema aktiv künstlerisch mit Farbe und Pinsel in der Werkstatt des Museums zu widmen. Unter Anleitung sollen sie sich mit der Situation der verschiedenen an einer Todesstrafe unmittelbar Beteiligten - Richter, Henker und Verurteilter - rational und emotional auseinandersetzen und dies bildlich darstellen.

"Die künstlerische Arbeit in der bildenden Kunst zu einem bestimmten Thema hat die besondere Wirkung, dass die eigenen Gedanken und Gefühle sichtbar gemacht werden, auch die, die im Unbewussten schlummern. Das so sichtbar Gewordene wiederum ruft bei der Betrachtung des Bildes erneut zu einer Auseinandersetzung und Reflexion der eigenen Position zum gestellten Thema auf, so lange bis der Maler sein Bild signiert und damit sagt: Das ist mein Werk, dazu stehe ich. Es ist eine sehr intensive und spannende Art der Bildungsarbeit", sagt Monika Hajak, Künstlerin und Amnesty-Kollegin, die das Begleitprogramm betreut. Lehrpersonen aus dem Großraum Düsseldorf sind herzlich eingeladen, dieses interessante und unkonventionelle Bildungsangebot für ihre Schulklassen zu nutzen. Anmeldungen bitte an info@amnesty-todesstrafe.de .

www.neanderthal.de

Ausstellung: 20. Februar bis zum 27. Juni 2010, Di. bis So., 10 - 18 Uhr

Amnesty-Veranstaltungen im Begleitprogramm:
Vortrag "Todesstrafe heute" mit anschließender Diskussion, 4. März 2010, 10 - 12 Uhr
Workshops, 24. März, 28. April und 9. Juni 2010, jeweils 10 - 13 Uhr
(Material wird gestellt)