"Hotel Ruanda" erzählt die auf einer wahren Begebenheit beruhende Geschichte des Hôtel des Mille Collines in Kigali während des Völkermords im Frühjahr 1994. Es diente aufgrund des Einsatzes von Paul Rusesabagina, dem Hotelmanager, als Zufluchtsstätte für 1268 Menschen, die damit vor dem sicheren Tode bewahrt wurden. In nur 100 Tagen starben in Ruanda ca. eine Million Menschen durch Gewalttaten von Hutu-Milizen, Militär- und Polizeiangehörigen.
Im Mittelpunkt des Films stehen Paul Rusesabagina und das Schicksal seiner Familie. Daneben wird auch das Versagen der Weltöffentlichkeit und der UNO deutlich, die Ursachen des Völkermords werden jedoch nur am Rand gestreift. Auf blutige Szenen wurde weitgehend verzichtet. Das planmäßige Vorgehen der Génocidaires - vor allem in Form der Interahamwe-Miliz organisiert - und die Rolle des Senders Radio-Télévision Libre des Mille Collines wird dennoch sehr deutlich. Die Figur des Colonel Oliver trägt viele Züge von Roméo Dallaire, der als Chef der nach Beginn des Völkermords stark reduzierten Unterstützungsmission der Vereinten Nationen für Ruanda vor Ort war.
Der Film gewann den "Cinema for Peace Award" und war auch für drei Oscars nominiert. Bei der Berlinale 2005 lief der Film außer Konkurrenz. Im gleichen Jahr erhielt er den Humanitas-Preis. Außerdem gewann "Hotel Ruanda" den Publikumspreis des Internationalen Filmfestivals in Toronto.
Der Eintritt ist frei- um Spenden wird gebeten.
Nach dem Film gibt es die Möglichkeit zum persönlichen Austausch.