Das Recht auf freie Meinungsäußerung war nach wie vor stark eingeschränkt. Die staatliche Zensur von Internetseiten, Radio- und Fernsehprogrammen sowie Printmedien wurde weiter verschärft. Der Süden des Landes war aufgrund eines internen bewaffneten Konflikts weiterhin von Gewalt erschüttert: Während die Sicherheitskräfte verdächtige Personen folterten oder in anderer Weise misshandelten, griffen Angehörige bewaffneter muslimischer Gruppen Zivilpersonen an, insbesondere Lehrer. Die Sicherheitskräfte setzten bei regierungsfeindlichen Protestkundgebungen in Bangkok und mehreren anderen Provinzen exzessive Gewalt ein.
In einigen Fällen kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen seitens der Demonstrierenden. Hunderte von Personen wurden festgenommen. In Bangkok war fast acht Monate lang eine Notverordnung in Kraft. Sie enthielt zahlreiche Bestimmungen, die gegen internationale Menschenrechtsabkommen und -standards verstießen. Aus Myanmar stammende Arbeitsmigranten ohne regulären Aufenthaltsstatus waren zahlreichen Menschenrechtsverstößen ausgesetzt und wurden gemeinsam mit Flüchtlingen in ihr Herkunftsland abgeschoben. (Stand: 31.12.2010)
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