Sektion der Bundesrepublik Deutschland

Thailand

Das Recht auf freie Meinungsäußerung war nach wie vor stark eingeschränkt. Die staatliche Zensur von Internetseiten, Radio- und Fernsehprogrammen sowie Printmedien wurde weiter verschärft. Der Süden des Landes war aufgrund eines internen bewaffneten Konflikts weiterhin von Gewalt erschüttert: Während die Sicherheitskräfte verdächtige Personen folterten oder in anderer Weise misshandelten, griffen Angehörige bewaffneter muslimischer Gruppen Zivilpersonen an, insbesondere Lehrer. Die Sicherheitskräfte setzten bei regierungsfeindlichen Protestkundgebungen in Bangkok und mehreren anderen Provinzen exzessive Gewalt ein.
In einigen Fällen kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen seitens der Demonstrierenden. Hunderte von Personen wurden festgenommen. In Bangkok war fast acht Monate lang eine Notverordnung in Kraft. Sie enthielt zahlreiche Bestimmungen, die gegen internationale Menschenrechtsabkommen und -standards verstießen. Aus Myanmar stammende Arbeitsmigranten ohne regulären Aufenthaltsstatus waren zahlreichen Menschenrechtsverstößen ausgesetzt und wurden gemeinsam mit Flüchtlingen in ihr Herkunftsland abgeschoben. (Stand: 31.12.2010)


Zeitraum eingrenzen

24.11.2011Thailand: 20 Jahre Haft für vier SMS
11.05.2011Amnesty Report 2011 Thailand
24.09.2010Urgent Action: Online-Redakteurin in HaftUA-210/2010
27.05.2010Amnesty Report 2010 Thailand
18.05.2010Thailand: Militär muss leichtfertigen Einsatz tödlicher Waffen beenden
28.05.2009Amnesty Report 2009 Thailand
03.04.2009Urgent Action: Drohende AbschiebungUA-094/2009
27.11.2008Urgent Action: FreigelassenUA-230/2008-1
18.08.2008Urgent Action: FolterUA-230/2008
25.06.2008Urgent Action: AbschiebungUA-184/2008