Sektion der Bundesrepublik Deutschland

Kirgisistan

Im Juni 2010 forderten vier Tage anhaltende gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen Angehörigen der kirgisischen und der usbekischen Bevölkerungsgruppe Hunderte von Todesopfern und zwangen Tausende von Menschen zur Flucht aus ihren Wohnorten. Die Bemühungen zur Wiederherstellung der Ordnung in der Region wurden durch Berichte über gravierende Menschenrechtsverletzungen wie exzessive Gewaltanwendung der Sicherheitskräfte, willkürliche Festnahmen sowie Folterungen und andere Misshandlungen während der Verbringung in eine Hafteinrichtung und während des Aufenthalts im Gewahrsam in Frage gestellt. Die Wahrheit über die Ereignisse zu ermitteln, war wegen der offensichtlichen Vorurteile zwischen den Bevölkerungsgruppen schwierig. Mindestens 271 Personen, zum Großteil Usbeken, wurden unter dem Vorwurf der Beteiligung an den Übergriffen im Juni in Untersuchungshaft genommen. Menschenrechtsverteidiger, Vertreter zivilgesellschaftlicher Organisationen und Rechtsanwälte wurden mit Schlägen misshandelt und festgenommen, einige von ihnen wurden unter dem Vorwurf, eine schwere Straftat begangen zu haben, in Haft gehalten und gefoltert, um ein "Geständnis" zu erzwingen. (Stand: 31.12.2010)


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29.11.2011Asylgutachten: Kurden in Kirgisien
10.05.2011Amnesty Report 2011 Kirgisistan
01.04.2011Ein Streichholz genügt
12.11.2010Urgent Action: Azimzhan Askarov in LebensgefahrUA-135/2010-7
10.11.2010Urgent Action: Azimzhan Askarov schwer krankUA-135/2010-6
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13.10.2010Urgent Action: MenschenrechtsaktivistInnen in GefahrUA-220/2010
01.10.2010Urgent Action: Angeklagte und Anwalt in GefahrUA-217/2010
15.09.2010Urgent Action: Lebenlange HaftUA-135/2010-5
03.09.2010Urgent Action: Angeklagte bedrohtUA-135/2010-4