Sektion der Bundesrepublik Deutschland

Kambodscha

Zu den gravierendsten Menschenrechtsverstößen zählten weiterhin rechtswidrige Zwangsräumungen, Landraub und Landkonflikte. Es kam vermehrt zu Protestkundgebungen der betroffenen Familien und Gemeinschaften. Engagierte Bürger und Menschenrechtsverteidiger, die für das Recht auf angemessenen Wohnraum eintraten, sahen sich mit gerichtlichen Klagen und Inhaftierungen konfrontiert, die auf fadenscheinigen Anschuldigungen beruhten. Dem Justizwesen und den Gerichten mangelte es weiterhin an Unabhängigkeit. Sie wurden eingesetzt, um die Rechte auf freie Meinungsäußerung, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit zu unterdrücken. Journalisten, Gewerkschafter und Oppositionspolitiker waren Angriffen ausgesetzt. Die Straflosigkeit für Menschenrechtsverletzungen gab nach wie vor Anlass zu größter Besorgnis. Kaing Guek Eav (alias Duch) war der erste Angeklagte, der von den Außerordentlichen Kammern der Kambodschanischen Gerichte (Extraordinary Chambers in the Courts of Cambodia - ECCC) wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit während der Herrschaft der Roten Khmer für schuldig befunden wurde. (Stand: 31.12.2010)


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11.01.2012Urgent Action: Nach Zwangsräumung inhaftiertUA-007/2012
19.09.2011Urgent Action: Polizeigewalt gegen AktivistUA-063/2011-1
09.05.2011Amnesty Report 2011 Kambodscha
08.03.2011Urgent Action: Rechtswidrige RäumungenUA-063/2011
01.03.2011Länderkurzinfo Kambodscha
27.09.2010Broschüre: Dem Erdboden gleich - Zwangsräumungen in Kambodscha
17.09.2010Urgent Action: Repression gegen GewerkschafterUA-206/2010
27.05.2010Amnesty Report 2010 Kambodscha
01.04.2010Das Schweigen brechen
01.04.2010Das Schweigen brechen: PDF-Download