Sektion der Bundesrepublik Deutschland

Brasilien

Arme Gemeinden waren 2010 weiterhin einer Reihe von Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt, zu denen Zwangsräumungen und der fehlende Zugang zu Grundversorgungseinrichtungen gehörten. In einigen Städten sank die Zahl der Tötungsdelikte, doch verstärkten das hohe Maß an Polizei- und Bandengewalt in den Favelas (Elendsvierteln) die Benachteiligung. Folter, Überbelegung und entwürdigende Haftbedingungen bestimmten nach wie vor den Alltag in Gefängnissen und Jugendstrafanstalten. Mangels wirksamer Kontrollen kam es dort zu Unruhen, bei denen zahlreiche Menschen zu Tode kamen. Indigene Gemeinschaften, Quilombolas (Angehörige afrikanischstämmiger Gemeinschaften) und landlose Arbeiter waren im Zusammenhang mit Landstreitigkeiten Drohungen, Einschüchterungsversuchen und Gewalt ausgesetzt. Menschenrechtsverteidiger waren nach wie vor gefährdet und hatten häufig Schwierigkeiten, staatlichen Schutz zu erwirken. (Stand: 31.12.2010)


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01.02.2012Urgent Action: Indigenen droht VertreibungUA-294/2011-1
23.12.2011Urgent Action: Gemeinschaft bedrohtUA-369/2011
21.11.2011Urgent Action: Indigenensprecher getötetUA-339/2011
01.10.2011Falsches Spiel in Porto Alegre
28.09.2011Urgent Action: Drohende VertreibungUA-294/2011
28.07.2011Urgent Action: Morddrohungen wegen LandkonfliktUA-234/2011
07.06.2011Urgent Action: Landarbeiter in GefahrUA-168/2011
01.06.2011Die Porträts der Pflücker
11.05.2011Amnesty Report 2011 Brasilien
24.11.2010Urgent Action: Gemeindesprecher ermordetUA-244/2010