Aktives Engagement ist bei Amnesty International ausdrücklich erwünscht! Jeder Einsatz ist gefragt. Sie können sich einer unserer lokalen Amnesty-Gruppen anschließen oder Sie helfen uns als mit Ihrem Spezialwissen über Länder und Themengebiete. Informationen zu ehrenamtlichem Engagement, Jobs und Praktika bei Amnesty International finden Sie hier.
Es gibt Einzel- und Gruppenmitgliedschaften bei Amnesty.
Die Amnesty-Gruppen teilen sich die Menschenrechtsarbeit untereinander auf. Es gibt Mitglieder, die schwerpunktmäßig zu einem bestimmten Land wie zum Beispiel Nigeria oder Indien arbeiten. Andere engagieren sich in einer Gruppe mit einem klaren Themenschwerpunkt wie beispielsweise "Menschenrechte von Kindern" oder "Menschenrechtsbildung". Sie können aber auch Mitglied einer Amnesty-Gruppe in Ihrer Region werden. Dann führen Sie Aktionen durch, organisieren Ausstellungen und Benefizkonzerte und sammeln Unterschriften für die Freilassung gewaltloser politischer Gefangener. In vielen Fällen unterstützen Sie auch einen Gefangenen und dessen Angehörige vor Ort.
Nichts fürchten Täter von Menschenrechtsverletzungen mehr als Öffentlichkeit. Je mehr Menschen Amnesty International unterstützen, desto mehr können wir erreichen. Je größer die Zahl der Unterstützer, desto größer ist auch der Druck auf die Verantwortlichen für Menschenrechtsverletzungen, diese zu beenden: Todesstrafen umzuwandeln, unfaire Prozesse neu aufzurollen, gewaltlose politische Gefangene freizulassen, Folter und Misshandlung von Gefangenen zu stoppen.
Das Credo von Amnesty International lautet: Du kannst. Jeder Mensch ist wichtig. Jeder kann etwas tun. Jeder kann einen wertvollen Beitrag leisten. Der Einsatz für die Menschenrechte hat viele Gesichter. Sie können sich in einer lokalen Amnesty-Gruppe, einer Asyl-, Länder- oder Themengruppe engagieren, unsere Arbeit mit Ihrer Spende unterstützen, am Eilaktionsnetz teilnehmen oder Petitionen und Aktionen unterstützen - egal, wofür Sie sich entscheiden: Ihr Einsatz hilft den Menschen, die direkt von Menschenrechtsverletzungen betroffen oder bedroht sind.
Ihre Spende kommt unserer Arbeit direkt zugute: MitarbeiterInnen von Amnesty sind oft wochenlang unterwegs, um weltweit vor Ort die Lage der Menschenrechte zu erkunden. Sie besuchen Gefängnisse, befragen Opfer von Menschenrechtsverletzungen, sprechen mit Anwälten und lokalen Menschenrechtsgruppen. Darüber hinaus trägt Amnesty die Reisekosten, wenn bedrohte MenschenrechtlerInnen ihr Land verlassen müssen, oder übernimmt die Kosten für die therapeutische Behandlung von Folteropfern. Amnesty finanziert Sicherheitsausrüstungen für Büros von lokalen Menschenrechtlern und hilft Familien von gewaltlosen politischen Gefangenen. Um ein weltweites Netz von Amnesty-Sektionen zu gewährleisten, unterstützen finanzstarke Sektionen in den Ländern des Nordens finanzschwache Amnesty-Sektionen in Ländern des Südens, zum Beispiel in Nepal oder Sierra Leone.
Sie können mit einer einmaligen Spende helfen oder unsere Arbeit als FördererIn mit einem regelmäßigen Beitrag unterstützen. Ab einem Jahresbeitrag von 60 Euro erhalten Sie monatlich das Menschenrechtsmagazin "Amnesty Journal" über aktuelle Menschenrechtsfragen und internationale Politik kostenlos. Spenden und Förderbeiträge sind steuerlich absetzbar.
Amnesty International vergibt seine Aufträge nach sorgfältiger Markt- und Angebotsrecherche in der Regel an den günstigsten Anbieter. Dabei gilt grundsätzlich das Vier-Augen-Prinzip: Kein Mitarbeiter entscheidet allein über die Verwendung von Mitteln. Aufträge ab 5.000 Euro erfolgen nur nach Einholung von drei Angeboten und bedürfen der Freigabe durch die Geschäftsführung. Das Generalsekretariat der Sektion erstattet dem ehrenamtlichen Vorstand laufend und der Amnesty-Jahresversammlung jährlich Bericht über alle Ausgaben und Einnahmen. Die Entlastung durch die Jahresversammlung erfolgt nach Prüfung und Bericht der Kassenprüfer, die von den Amnesty-Mitgliedern gewählt werden. Zusätzlich prüft ein unabhängiger externer Wirtschaftsprüfer den Jahresabschluss von Amnesty.
Amnesty International finanziert sich ausschließlich über Spenden und Beiträge von Mitgliedern und Förderern. Viele Menschen bedenken uns auch mit einer Erbschaft. Menschenrechtsverletzungen müssen unter großem Aufwand ermittelt und bekannt gemacht werden. Politische Unabhängigkeit ist dabei sehr wichtig. Amnesty International finanziert sich deshalb ausschließlich über Spenden, Beiträge und Vermächtnisse. Staatliche und öffentliche Zuwendungen lehnen wir ab. So stellen wir sicher, dass weder Regierungen noch andere Institutionen wie Wirtschaftsunternehmen Einfluss auf unsere Arbeit nehmen.
Immer wieder erreichen uns Briefe und Reaktionen aus der ganzen Welt, die vom Erfolg unserer Arbeit zeugen: Gewaltlose politische Gefangene, für die sich Amnesty eingesetzt hat, werden freigelassen; Todesurteile werden in Freiheitsstrafen umgewandelt; Menschen, die foltern, werden vor Gericht gestellt. Mit Lobbyarbeit, Kampagnen und Aktionen trägt Amnesty zur Verbesserung der Menschenrechtslage weltweit bei: Länder schaffen die Todesstrafe ab, stellen die Genitalverstümmelung von Mädchen und Frauen unter Strafe oder ahnden Verbrechen im Namen der "Ehre". Dank Amnesty International und anderen Menschenrechtsorganisationen gibt es seit 1987 eine internationale Anti-Folter-Konvention, seit 2002 einen internationalen Strafgerichtshof und seit 2006 einen UNO-Menschenrechtsrat. Vor Ort stärkt Amnesty International Menschenrechtsverteidigern und Menschenrechtsorganisationen den Rücken, die oft unter Einsatz ihres Lebens und unter schwierigen Bedingungen für eine Verbesserung der Menschenrechtssituation in ihrem Land kämpfen.
Aufdecken, informieren, handeln, verändern - auf diesen vier Säulen basiert die Arbeit von Amnesty International. Amnesty fordert den Schutz der Menschenrechte ein und deckt Menschenrechtsverletzungen auf. Ein globales Netz von Beobachtern, sogenannten "Researchern", erstellt regelmäßig Berichte zur Menschenrechtssituation in den Ländern der Welt, die auf sorgfältigen Nachforschungen basieren. In diesen geht es sowohl um positive Entwicklungen, als auch um eklatante Verstöße gegen die Menschenrechte, zum Beispiel durch die staatliche Unterdrückung des Rechts auf freie Meinungsäußerung. Diese Berichte werden einer breiten Öffentlichkeit, Privatpersonen und Regierungsvertretern gleichermaßen, zur Verfügung gestellt. So klärt Amnesty International auf, schafft ein Bewusstsein für die Situation der Menschenrechte und mobilisiert Menschen, sich gegen Verletzungen der Menschenrechte einzusetzen. Dank seiner Mitglieder kann Amnesty International überall auf der Welt sofort aktiv werden und handeln - mit Kundgebungen, Aktionen, Benefizkonzerten und Unterschriftensammlungen für Petitionen. Amnesty verändert: In vielen Ländern der Welt hat die Arbeit von Amnesty Wirkung gezeigt. Gewaltlose politische Gefangene wurden freigelassen, Todesurteile umgewandelt, Folterer vor Gericht gestellt, oder es wurden Gesetze für einen verbesserten Menschenrechtsschutz erlassen.
Von der Öffentlichkeit gehört, von Menschenrechtsverletzern gefürchtet: Amnesty International ist die größte Menschenrechtsorganisation weltweit und eine von Regierungen, politischen Parteien, Ideologien, Wirtschaftsinteressen und Religionen unabhängige Mitgliederorganisation. Mit rund 2,2 Millionen UnterstützerInnen in über 150 Ländern setzt sich Amnesty auf Grundlage der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" für den Schutz der Menschenrechte weltweit ein. Die Vision von Amnesty ist eine Welt, in der die Menschenrechte gleichermaßen für alle Menschen gelten.
