AEdMR-Karten

 
Anleitung zum Kartenspiel

Am besten lässt sich das Spiel in einer Runde von etwa 5 Personen verwenden. Die Karten werden in zwei Stapel aufgeteilt: Ein Stapel mit den 30 Artikeln der AEdMR, der andere Stapel mit Fragen, die zur Diskussion anregen sollen. Reihum zieht jede Person je eine Karte von beiden Stapeln. Der erste Spieler liest zunächst die Karte mit dem Menschenrechts-Artikel vor und dann die Karte mit der Frage.
Er versucht, diese Frage zu beantworten. Dabei gibt es kein "Richtig" oder "Falsch"! Anschliessend sind auch die anderen Spieler gefragt, Stellung zu dieser Frage zu beziehen. Gibt es keine Wortmeldung mehr, zieht die nächste Spielerin je eine Karte von den Stapeln.

 

hier als Excel-Datei

Artikel 1: Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.

Artikel 2: Jedermann hat Anspruch auf die in dieser Erklärung proklamierten Rechten und Freiheiten ohne irgendeine Unterscheidung, wie etwa nach Rasse, Farbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft (...)

Artikel 3: Jedermann hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit seiner Person.

Artikel 4: Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten werden, Sklaverei und Sklavenhandel sind in allen ihren Formen verboten.

Artikel 5: Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden.

Artkel 6: Jedermann hat das Recht, überall als rechtsfähig anerkannt zu werden.

Artikel 7: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und haben ohne Diskriminierung Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz. (...)

Artikel 8: Jedermann hat Anspruch auf einen wirksamen Rechtsbehelf bei den zuständigen innerstaatlichen Gerichten gegen Handlungen, die seine ihm nach der Verfassung oder nach dem Gesetz zustehenden Grundrechte verletzen.

Artikel 9: Niemand darf willkürlich festgenommen, in Haft gehalten oder des Landes verwiesen werden.

Artikel 10: Jedermann hat in voller Gleichberechtigung Anspruch darauf, daß über seine Ansprüche und Verpflichtungen und über jede gegen ihn erhobene strafrechtliche Anklage durch ein unabhängiges und unparteiisches Gericht in billiger Weise und öffentlich verhandelt wird.

Artikel 11: Jeder wegen einer strafbaren Handlung Angeklagte hat Anspruch darauf, als unschuldig zu gelten, bis seine Schuld in einem öffentlichen Verfahren (...) nachgewiesen ist. Niemand darf wegen einer Handlung oder Unterlassung verurteilt werden, die zur Zeit ihrer Begehung nach inländischem oder internationalem Recht nicht strafbar war.

Artikel 12: Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder rechtswidrigen Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden. (...)

Artikel 13: Jedermann hat das Recht, sich innerhalb eines Staates frei zu bewegen und seinen Wohnsitz frei zu wählen. Jedermann hat das Recht, jedes Land einschließlich seines eigenen zu verlassen und in sein Land zurückzukehren.

Artikel 14: Jedermann hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen. Dieses Recht kann im Fall einer Verfolgung wegen echter nicht-politischer Verbrechen oder wegen Handlungen, die gegen die Ziele und Grundsätze der Vereinten Nationen vestoßen, nicht in Anspruch genommen werden.

Artikel 15: Jedermann hat Anspruch auf eine Staatsangehörigkeit. Niemandem darf seine Staatsangehörigkeit willkürlich entzogen noch ihm das Recht versagt werden, seine Staatsangehörigkeit zu wechseln.

Artikel 16: Männer und Frauen im heiratsfähigen Alter haben ohne Beschränkung auf Grund der Rasse, der Staatsangehörigkeit oder der Religion das Recht, eine Ehe einzugehen und eine Familie zu gründen. Sie haben gleiche Rechte bei Eheschließung, während der Ehe und bei Auflösung der Ehe. Eine Ehe darf nur im freien und vollen Einverständnis der künftigen Ehegatten geschlossen werden.

Artikel 17: Jedermann hat das Recht, allein oder in Gemeinschaft mit anderen Eigentum zu haben. Niemand darf willkürlich seines Eigentums beraubt werden.

Artikel 18: Jedermann hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht umfaßt die Freiheit, seine Religion oder seine Weltanschauung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Unterricht, Ausübung, Gottesdienst und Beachtung religiöser Bräuche zu bekunden.

Artikel 19: Jedermann hat das Recht auf Freiheit der Meinung und der Meinungsäußerung; dieses Recht umfaßt die unbehinderte Meinungsfreiheit und die Freiheit, ohne Rücksicht auf Staatsgrenzen Informationen und Gedankengut durch Mittel jeder Art sich zu beschaffen, zu empfangen und weiterzugeben.

Artikel 20: Jedermann hat das Recht auf Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit zu friedlichen Zwecken. Niemand darf gezwungen werden, einer Vereinigung anzugehören.

Artikel 21: Jedermann hat das Recht, an der Gestaltung der öffentlichen Angelegenheiten seines Landes (...) teilzunehmen. Jedermann hat unter gleichen Bedingungen das Recht auf Zugang zu öffentlichen Ämtern in seinem Lande. Der Wille des Volkes bleibt die Grundlage für die Autorität der öffentlichen Gewalt; dieser Wille muß durch wiederkehrende, echte, (freie,) allgemeine und gleiche Wahlen zum Ausdruck kommen (...).

Artikel 22: Jedermann hat als Mitglied der Gesellschaft Recht auf soziale Sicherheit und hat Anspruch darauf (...) in den Genuß der für seine Würde und die freie Entwicklung seiner Persönlichkeit unentbehrlichen wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte zu gelangen.

Artikel 23: Jedermann hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf angemessene und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz gegen Arbeitslosigkeit. Alle Menschen haben (...) das Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Jedermann, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und günstige Entlohnung (...). Jedermann hat das Recht, zum Schutze seiner Interessen Gewerkschaften zu bilden und solchen beizutreten.

Artikel 24: Jedermann hat das Recht auf Arbeitspausen und Freizeit einschließlich einer angemessenen Begrenzung der Arbeitszeit siwue auf regelmäßigen bezahlten Urlaub.

Artikel 25: Jedermann hat das Recht auf einen für die Gesundheit und das Wohlergehen von sich und seiner Familie angemessenen Lebensstandard (...). Mütter und Kinder haben Anspruch auf besondere Hilfe und Unterstützung. Alle Kinder, eheliche und außereheliche, genießen den gleichen sozialen Schutz.

Artikel 26: Jedermann hat das Recht auf Bildung. Der Unterricht muß zum mindesten in der Elementar- und Grundstufe unentgeltlich sein. Die Bildung muß auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll.

Artikel 27: Jedermann hat das Recht, am kulturellen Leben der Gemeinschaft frei teilzunehmen (...). Jedermann hat das Recht auf Schutz der geistigen und materiellen Interessen, die sich für ihn als Urheber von Werken der Wissenschaft, Literatur oder Kunst ergeben.

Artikel 28: Jedermann hat Recht auf eine soziale und internationale Ordnung, in der die in dieser Erklärung ausgesprochenen Rechte und Freiheiten voll verwirklicht werden können.

Artikel 29: Jedermann hat Pflichten gegenüber der Gemeinschaft (...). Jedermann ist bei der Ausübung seiner Rechte und Freiheiten nur den Beschränkungen unterworfen, die das Gesetz ausschließlich zu dem Zweck vorsieht, die Anerkennung und Achtung der Rechte und Freiheiten anderer zu sichern (...). Diese Rechte und Freiheiten düfen in keinem Fall im Widerspruch zu den Zielen und Grundsätzen der Vereinten Nationen ausgeübt werden.

Artikel 30: Nichts in dieser Erklärung darf dahin ausgelegt werden, daß es für einen Staat, eine Gruppe oder eine Person das Recht begründet, eine Tätigkeit oder eine Handlung zu begehen, die auf die Abschaffung der in dieser Erklärung ausgesprochenen Rechte und Freiheiten hinzielt.

Wo nimmst du dieses Recht in deinem Alltag in Anspruch?

Wie erklärst du dieses Recht einem Grundschüler, der nichts von der Formulierung verstanden hat?

Wie könnte ein Werbespot im Kino für dieses Menschenrecht aussehen?

Wo wird dieses Recht in deinem Alltag gebrochen?

Wird dieses Recht weltweit anerkannt und eingehalten?

Kann/darf/sollte dieses Menschenrecht mit Gewalt durchgesetzt werden?

Wo nimmst du dieses Recht in deinem Alltag in Anspruch?

Was würde sich in deinem Leben ändern, wenn du dieses Recht nicht hättest?

Kennst du ein Land, in dem dieses Recht nicht gewährleistet ist?

Handelt es sich hierbei nicht um ein typisch "westliches" Menschenrecht, das man nicht so einfach auf andere Kulturen übertragen kann/darf?

Sollte die BRD einem Land, das dieses Menschenrecht seinen Bürgern vorenthält, trotzdem Entwicklungshilfe geben?

Sollte die BRD die diplomatischen Beziehungen zu einem Land abbrechen, das dieses Menschenrecht nicht einhält?

Steht dieses Menschenrecht auch im Grundgesetz der BRD?

Wie können Regierungen für die Einhaltung dieses Menschenrechts sorgen?

Gibt es deines Wissens eine Organisation, die sich speziell um dieses Menschenrecht kümmert?

Was gehört für dich alles zu diesem Menschenrecht dazu?

Was würde sich in deinem Leben ändern, wenn du dieses Recht nicht hättest?

Was für Möglichkeiten gibt es, diese Menschenrecht zu schützen? A) in unserem Land B) weltweit

Gilt dieses Recht auch für rechtskräftig verurteilte Mörder in der BRD?

Hast du eine Idee, wie man dieses Menschenrecht zeichnerisch darstellen könnte?

Welche Rolle könnte dieses Menschenrecht in deiner Familie/ in deinem Freundeskreis spielen?

Hältst du dieses Menschenrecht für wichtiger als andere?

Was gehört für dich alles zu diesem Menschenrecht dazu?

Gibt es Situationen, in denen Menschen dieses Recht verwehrt wird?

Wie würdest du dieses Menschenrecht mit eigenen Worten beschreiben?

Was für Gründe könnte es geben, dass dieses Menschenrecht noch nicht weltweit verwirklicht ist?

In welchem Bereich ist dieses Menschenrecht für dich besonders wichtig und warum?

Welche Rolle könnte dieses Menschenrecht in der Schule spielen?

Wäre Dein Leben entscheidend anders, wenn dieses Menschenrecht in unserem Land nicht verwirklicht wäre? Inwiefern?

Wann hast du zuletzt von diesem Menschenrecht  Gebrauch gemacht?

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