Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft. Europa – Union der Menschenrechte?
Am 01. Januar 2007 hat die deutsche Regierung für sechs Monate die EU-Ratspräsidentschaft übernommen.
Menschenrechtsthemen sucht man in ihrem Programm allerdings vergeblich.
amnesty international will dies ändern. In diesem Unterrichtsvorschlag geht es darum:
- Basiswissen über die Europäische Union zu vermitteln
- die Menschenrechtspolitik der EU kritisch zu hinterfragen und mit den Forderungen von ai zu vergleichen
Anlass ist die aktuelle deutsche Ratspräsidentschaft von Januar bis Juni – aber die Themen sind natürlich auch zu anderen Zeiten noch aktuell.
Innerhalb dieses Halbjahres stehen viele wichtige Termine an:
- am 22. Januar ist der bundesweite EU-Projekttag
- am 25. März jährt sich zum 50. Mal die Unterzeichnung der Römischen Verträge
- am 09. Mai feiert die Europäische Union wie jedes Jahr den Europatag
- alles ideale Möglichkeiten, das Thema auch kritisch zu hinterfragen!
Hier einige einführende Hinweise zur Durchführung von Menschenrechtsbildungs-Veranstaltungen:
Allgemeine Hinweise
Basiswissen:
Je nach Lernsituation ist Hintergrundwissen zur EU bereits vorhanden oder auch nicht.
Falls Sie noch auf der Suche nach Basisinformationen sind, hier folgende Links:
Kritisches Hinterfragen der EU-Menschenrechtspolitik:
Auch hier kommt es natürlich auf die individuelle Lernsituation an. Wir empfehlen eine
Konzentration auf das Thema „Krieg gegen den Terror“. Zum einen gibt es viele aktuelle
Anlässe in den Nachrichten, z.B. Guantánamo oder CIA-Flüge. Zum anderen lässt
sich anhand einiger Materialien sehr schön die Position der Bundesregierung, insbesondere des
Innenministeriums, mit den Forderungen von amnesty international vergleichen. Auf den Punkt
gebracht geht es um die Kontroverse: Freiheitsrechte contra Sicherheitsbedürfnis.
Denkbar ist z.B. zunächst eine Einheit, in der die Lernenden ihre Einstellungen zu Folter
reflektieren, etwa mit den „Stufen der Gewalt“. Auch die Arbeit zur Definition von
Folter kann als Einstieg dienen. Im Folgenden könnte die eine Hälfte der Lerngruppe
sich mit dem Programm des Innenministeriums beschäftigen und die andere mit den Forderungen
von amnesty international. Im abschließenden Gespräch tauschen die Gruppen
„ihre“ Vorhaben und Argumente aus. Als Ausstieg kann ein „Blitzlicht“
dienen, bei denen die Lernenden wieder aus ihrer Rolle herauskommen und unkommentiert aussprechen,
wie sie sich fühlen, und welche Argumente sie in welche Richtung besonders überzeugt
haben. Flyer sowie Vordrucke von Briefen können zur Info ausgelegt werden, um interessierten
Lernenden die Möglichkeit zu geben, sich einzusetzen.
Auch hierzu einige Links:
- Unterrichtsideen zum Thema Folter. Insbesondere mit den Materialien „Stufen der
Gewalt“ und „Folter auf der Anklagebank“ können die Lernenden gut über
ihre Einstellung reflektieren und verschiedene Perspektiven einnehmen:
http://www.amnesty.de/de/2910/Seiten/download.htm#Folter
- Das innenpolitische Arbeitsprogramm für die EU-Ratspräsidentschaft „In Europa sicher leben“ – in verschiedenen Detailstufen hier.
- Forderungen von amnesty international: Stoppt Folter im „Krieg gegen den Terror“.
Hier
finden Sie auch weitere Links, z.B. „Im Rechtsbruch vereint? EU muss ihre Rolle bei
CIA-Flugaffäre klären” sowie zu anderen Schwerpunkten der Kampagne wie Asyl- und Flüchtlingspolitik
und Zentralasien. Hier finden Sie auch Vordrucke zu Briefen an die Regierung.
Schließlich ein Flyer(pdf-Dokument, 1.5MB), der in Kurzform die Ziele der Kampagne beschreibt.
Hinsehen und Handeln: Gewalt gegen Frauen verhindern.
- Dieses Dokument bietet Ihnen Informationen zum Einstieg in das
Thema der Kampagne
(rtf-Dokument, 16KB)
- Unterrichtseinheit zum Thema MenschenrechtsverteidigerInnen
(rtf-Datei, 32KB)
sowie die darin erwähnte UN-Erklärung für
MenschenrechtsverteidigerInnen in vereinfachter Form (
rtf-Datei, 32KB)
(rtf-Dokument, 823 KB)]
-
Hier finden Sie eine Unterrichtseinheit zu Frauenmorden in Mexiko, "Lernende als ReporterInnen"
(rtf-Dokument, 32 KB)
, dazu:
- Appellfall 1: Lilia Alejandra García Andrade(rtf-Dokument, 803 KB
)
- Appellfall 2: Yesenia Concepción Vega Márquez, Minerva Torres Abeldaño,
Rosalba Pizarro Ortega und Julieta Marleng González Valenzuela(
rtf- Dokument, 988 KB)
-
Allgemeine aktuelle Materialien zur Kampagne "Hinsehen & Handeln: Gewalt gegen Frauen verhindern"
finden Sie auf der Homepage von amnesty international Deutschland:
http://www.amnesty.de/actforwomen.
- Dieser Link führt Sie zu der amnesty international Sektionskoordinationsgruppe
"Menschenrechtsverletzungen an Frauen":
http://www.amnesty-frauen.de/
- Weitere Materialien zu anderen Menschenrechtsthemen finden Sie unter
Materialien: Download.