Aktivist von Amnesty Thailand am Internationalen Tag gegen die Todesstrafe 2011: © Amnesty International
Eine internationale Amnesty-Zentrale, 53 Ländersektionen, über drei Millionen UnterstützerInnen in mehr als 150 Staaten. Wer ist Herr über die Informationen, wer Manager des vorhandenen Wissens?
Amnesty International funktioniert wie eine große Datenbank des Wissens. Mit dem Ziel, eine breite Öffentlichkeit zu informieren, wird das Wissen über verschiedene Kanäle ständig nach außen getragen.
Sogenannte "Researcher" dokumentieren die Forschungsergebnisse über "ihre Länder" in regelmäßigen Berichten. "Campaigner" in der internationalen Amnesty-Zentrale in London setzen diese Informationen in Kampagnen und Mitgliederaktionen um. "DR Kongo - gegen Straflosigkeit", "Arms Trade Treaty", "Arabischer Frühling - Ägypten" sind ganz aktuelle weltweite Kampagnen von Amnesty International. Auf nationaler Ebene setzen die Amnesty-Sektionen der einzelnen Länder die Kampagnen um: Sie produzieren Informationsmaterial und tragen die Botschaften mit kreativen Aktionen und aktiver Pressearbeit in die Öffentlichkeit.
Dabei spielen die Amnesty-Pressesprecher eine zentrale Rolle. Sie müssen, oft unter großem Zeitdruck, Presseerklärungen verfassen und Anfragen von Journalisten an die entsprechenden haupt- und ehrenamtlichen Amnesty-Experten weiterleiten. Die Pressesprecher sorgen dafür, dass Amnesty International regelmäßig in Radiointerviews, Zeitungsberichten und Fernsehdokumentationen zitiert wird. Sie liefern der Öffentlichkeit unabhängige und fundierte Informationen.
Das Wissenssystem der globalen Bewegung Amnesty International ist komplex. Es funktioniert auf verschiedenen Ebenen, wirkt auf den ersten Blick kompliziert, ist aber sehr effektiv - gegen Menschenrechtsverletzungen und mit Ihrer Unterstützung!